Ansichten zum Boxen?

Amateurboxen Ja oder Nein?

Es gibt nicht wenige Menschen, die vom Boxsport, wie er in den Vereinen in ganz Deutschland seit vielen Jahren betrieben wird, völlig falsche Vorstellungen haben. Sie übersehen, dass dieser Sport wie jeder andere auf dem Ehrgeiz der Jugend aufgebaut ist, einer Jugend, die den Wunsch hat, ihre geistigen und körperlichen Kräfte mit Gleichgesinnten zu messen. Hierzu bietet auch der in Völklingen existierende Boxclub BC 82 e.V. Gelegenheit.

Ist Boxen gesundheitsschädlich?

Diese schon so oft gestellte Frage muss entschieden verneint werden, denn in keiner Sportart wird die Sporttauglichkeit und der Trainingsbetrieb in laufender Folge so gewissenhaft überwacht, wie beim Boxen im Verein. Nicht nur, dass jeder Boxer zu Beginn jeden Jahres von einem Sportarzt untersucht wird, sondern auch vor jedem Kampf erfolgt eine gründliche Untersuchung. Außerdem sorgen vorbildliche Schutzbestimmungen zur Vermeidung irgendwelcher Gesundheitsschäden.

Wie geht es in einem Box-Sportverein zu?

Wie in jeder anderen Sportart ist es auch für das Boxen gut, wenn man in früher Jugend damit beginnt. Hat man sich dafür interessiert und betritt man eine Übungshalle, so wird man schnell feststellen, dass alles anders ist, als man es sich vorgestellt hat. Boxhandschuhe und Boxring gibt es für den "Neuen" noch nicht. Unter Aufsicht der Übungsleiter wird zunächst einmal der Körper durch Laufen, Springen, Ballspiel und viel Gymnastik schnell und geschmeidig gemacht. Moderne Körperschulung und später Intervalltraining bringen die Voraussetzung für die anschließende Grundschule des Boxsportes. Erst wenn Körperhaltung und Muskulatur es zulassen, wird mit der eigentlichen Ausbildung begonnen. Dann geht es in den Übungsring in der Halle, wo es auch die für den Boxsport so typische Charakterschulung, die den Kämpfer lehrt, seinen Gegner zu achten, mit ehrlichen Mitteln zu kämpfen, Disziplin zu wahren, den Schwächeren zu schonen und - wenn es sein muss - auch einmal ohne nachzutragen zu verlieren. Das ist die hohe Kunst der Selbstverteidigung, der jeder Gedanke an Rowdytum fern liegt! Zu einem echten Kampf im Ring kommt der Schüler oder Jugendliche erst, wenn er ärztlich als boxsporttauglich anerkannt wird, mindestens sechs Monate Training und Vereinszugehörigkeit nachweisen kann und stets nur gegen Kämpfer, die etwa den gleichen Ausbildungsstand besitzen. Jeder Jugendliche, der in einem Verein den Boxsport betreibt, geht durch eine Schule, die es nicht zulässt, dass aus ihm ein Schläger wird, der in der Öffentlichkeit andere Mitbürger angreift. Er wird im Gegenteil durch sein beim Boxen erworbenes selbstbewusstes Auftreten so manchen Rowdy abschrecken und lieber einer Schlägerei aus dem Wege gehen. Alle Eltern, die sich einen Jungen wünschen, der fair und anständig zu einem gesunden echten Kerl heranwächst, sollten sich selbst überzeugen, indem sie recht bald einmal einen Trainingsabend unseres Vereins besuchen. Auch diese Eltern werden dann Ja zum Boxsport sagen und unserem Verein ihre Jungen schicken. Sie sind dort sicher gut aufgehoben.